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Ringmagnet

Ein Permanentmagnet (auch Dauermagnet genannt) kann in verschiedenen Formen hergestellt werden. Diese Formen können großen Einfluss auf die magnetischen Eigenschaften eines Dauermagneten ausüben. So auch beim Ringmagneten. Durch eine runde Bohrung entstehen röhrenförmige Magnete, die durch ihre Ringform ganz spezielle Magnetfelder und Wirkungsweisen besitzen.

Welche Formen von Ringmagneten gibt es?

Ringmagnete können diametral, axial oder radial magnetisiert sein:

  • Diametral bedeutet, dass die beiden Magnetpole parallel zum Durchmesser ausgerichtet sind. Weil die Einsatzmöglichkeiten beschränkt sind, werden diametrale Ringmagnete nur selten gebraucht.
  • Axial bedeutet, dass sich die beiden Magnetpole oben und unten auf den ebenen Kreisflächen befinden. Axiale Ringmagnete stellen die am häufigsten gebrauchte Form der Magnet-Ringe dar.
  • Radial bedeutet, dass sich die Pole auf einen inneren Kreis (angrenzend zur Bohrung) und einen äußeren Kreis erstrecken. Die Fertigung spezieller radialer Magnetringe erweist sich als äußerst kompliziert und teuer.

Ringmagnete können aus Ferrit oder Neodym bzw. NdFeB (Neodym-Eisen-Bor) hergestellt werden und besitzen wie die meisten Magnete eine vernickelte Beschichtung zum Schutz vor Oxidation. Anhand ihres Außen- und Innendurchmessers sowie der Höhe lassen sie sich genauer charakterisieren und geben so Auskunft über Haftkraft, Stärke und Co.

Unabhängig von der Ausrichtung sollte man bei der Verwendung von Ringmagneten stets Vorsicht walten lassen, da durch ihre gesonderte Form eine höhere Bruchgefahr entsteht. So können Ringmagnete beim Anschrauben schnell brechen oder splittern, da das spröde Material nicht genug Widerstand leisten kann. Ringmagneten mit Senkbohrung können hier eine Alternative sein.

Für was werden Ringmagnete gebraucht?

Weil Ringmagnete besondere magnetische Feldlinien aufweisen, werden sie häufig im Physikunterricht in Schulen oder an Universitäten benutzt. Eine Anwendung von Ringmagneten: Das Kenntlichmachen der magnetischen Levitation (freies Schweben eines Körpers). Dafür werden zwei axial magnetisierte Ringmagneten auf eine senkrechte Halterung (zum Beispiel ein Stift) gesteckt. Durch Abstoßung der entgegengesetzten Pole beginnt der obere Ringmagnet zu schweben. Weil sich die Ladungen so stark abstoßen kann die Schwerkraft ausgeglichen werden.

Darüber hinaus bietet die Magnetisierung von Ringmagneten allerlei Befestigungs-, Dekorations- und Kreativoptionen.