Table-Top-Spieltisch

Heute stellen wir euch eine einzigartige und sehr originelle Magnetanwendung vor. Unser Kunde und seine Freunde treffen sich regelmäßig um analoge Spiele zu pflegen. Seine Idee war es mit Hilfe unserer Produkte ein Table-Top-Spieltisch zu bauen.

 

1. Bemerkung
Wie Sie auf den Bildern erkennen können, befindet sich der Tisch sich noch in der Bauphase.

2. Hintergrund
Vor ca. drei Jahren habe ich mich mit vier weiteren Leuten zu einer regionalen Gruppe zusammengeschlossen, die sich regelmäßig im vier- bis sechs-Wochen-Turnus trifft, um das analoge Spielen zu pflegen. Insbesondere steht bei uns das Fantasy TableTop „The Descent – Reise in die Dunkelheit – 2. Edition“ auf der Agenda. In diesem Zuge treten vier von uns fünf als jeweils ein Held einer Heldengruppe an, die Dungeons (Gemäuer, Höhlen, Ebenen) durchstreifen, um die Welt vor dem Bösen zu retten, welches sich in Form von Monstern manifestiert, die vom fünften aus unserer Gruppe gespielt werden – dem Overlord.

3. Motivation
In den drei Jahren war das Spielen immer wieder durch die Weiterentwicklung geprägt. In diesem Fall sind nicht nur die Charaktere im Spiel gemeint. Das Spiel selbst, das Handling, die Optik, das Zubehör und vieles mehr. So kam mir die Idee, mal einen Spieltisch zu bauen, mit angepasst auf unser spezielles Anforderungsprofil für unsere Descent-Spielrunde. Das Ergebnis soll das Spielerlebnis verbessern. Der Ansatz war es zunächst Mauern zu bauen, die das jeweilige Spielfeld abgrenzen und einen „realistischeren“ Eindruck vermitteln. Besonderheiten im Gelände, insbesondere Vertiefungen für Wasser, Lava und „Giftbrühe“ sollten besser zur Geltung kommen.  Für diese Felder gelten besondere Regeln. Sie sollten gut erkennbar sein.


Das Ziel DIeses SPiels ist folgender:

Der Spieltisch sollte es ermöglichen „Tiefen-Effekte“ für Wasser, Lava und „Giftbrühe“ zu visualisieren.  Es müssen „Ebenen“ für den normalen Boden und für die tiefergelegten Gelände geschaffen werden.
Die Tiefeneffekte für Wasser, Lava und „Giftbrühe“ sollen optisch aufgewertet werden. Diese sollten zusätzlich beleuchtet werden.
Die Mauern, die später als Barrikaden dienen sollen, haben nicht nur die Aufgabe optisch gut dazustehen. Diese sollten auch exakt im Größenverhältnis an richtiger Stelle stehen und diese Position halten. Man stelle sich nur vor, der Spieler des fiktiven Held „Magnetus“ ist an der Reihe, beugt sich über den Spieltisch, damit er auch alle Felder des Spielplanes einsehen kann – auch die hinter den plastischen Mauern.  Er begutachtet die Lage. Diese stellt sich als aussichtslos und brenzlich dar. Er wirft er die Mauer um oder verrückt diese. Eine obligatorische Instandsetzungspause muss eingelegt werden.

Table-Top-Spieltisch mit magnetischer Dungeon-Fixierung und flexibel-partieller Untergrundbeleuchtung

Basis ist ein alter Couchtisch

  • Loch in gewünschter Größe in den Tisch Sägen
  • Grundgestell für den Unterbau-Kasten erstellen
  • Boden für Kasten einsetzen
  • Löcher in den Boden sägen für Plexiglas-Einsätze
  • Tisch-Oberfläche aufarbeiten

In Kürze zu den Mauern:

  • Basis ist Hartschaummaterial aus dem Baumarkt
  • Erstellen von 900 Steinen durch Zuschnitt mit Heißdrahtschneider und Strukturierung mit Alu-Folien-Knödel
  • Leimen von Mauern aus Steinen in gewünschten Rastermaßen
  • Grundieren, zweimal Trockenbürsten und „waschen“ der Mauern für die farbige Gestaltung

 

 

Im Detail zu den Magnet-Anwendungen am Table-Top-Spieltisch:

Kasten-Boden:

Verwendetes Produkt: Eisenfolie Ferrofolie selbstklebend magnethaftend, Breite 615 mm, Rollenware

  • Nach Fertigstellung des Tisches wurde der Boden im Kasten komplett mit Eisenfolie beklebt.
  • Damit die Tiefeneffekte partiell und für jedes Szenario wieder anders, flexibel dargestellt werden können, wurden im Bereich der Plexiglaseinsätze „Puzzleeinsätze“ aus Hartschaum erstellt im Rastermaß der echten Spielfelder.
  • Bekleben Sie die Puzzleeinsätze mit Eisenfolie. Der Hartschaum inklusive der Eisenfolie sollten einen spezifischen Auftrag an Höhe auf das Plexiglas auftragen. Die Tischboden-Oberkannte sollte die gleiche Höhe wie die Puzzleeinsätze haben.
  • Ein ausgedruckter Spielplan kann nun eben auf die Fläche aufgelegt werden.

Mauern:

Verwendete Produkte: Stabmagnete Ø 3,0 x 5,0 mm N42 Nickel – hält 350 g und Scheibenmagnete Ø 6,0 x 2,0 mm N45 Nickel – hält 700 g

  • In die fertigen Mauern wurden in die Unterseite Sacklöcher erstellt.
  • Schaschlik Spieß (3mm Durchmesser) oder ein Bohrer (6mm).
  • Füllen Sie diese Löcher mit Holzleim
  • Drücken Sie die Magnete in die Löcher ein, bis diese mit dem Boden bündig werden.
  • Der überschüssige herausgequollene Holzleim wurde einfach mit Küchenrolle entfernt.

 

Beleuchtung des Untergrundes:

Verwendetes Produkt: Ringmagnet Ø 10,0 x 3,4 x 3,0 mm N42 Nickel mit Senkung Nord

  • Auf der Unterseite des Kasten-Bodens wurden Flachverbinder in einer Reihe montiert, die als Magnetaufnahme für die flexibel positionierbaren LED-Leisten dienen.
  • Für die Leisten werden Buchenleisten auf die gewünschte Länge zugeschnitten.
  • Das LED-Band auf die benötigte Länge und Anzahl zurechtschneiden.
  • Jetzt kleben Sie diese Teile auf die Leiste an und verbinden diese wieder elektrisch miteinander.
  • An den Enden der Leisten werden die Magnete montiert.

 

Hilfreiche Tipps zur Verarbeitung der Magnetischen Produkte:

Eisenfolie:
Die Eisenfolienstücke wurden mit einem herkömmlichen Haartrockner erwärmt, um die Spannungen aus der Folie zu nehmen, die ggf. durch das einrollen entstanden sein könnte. Gleichzeitig war das Ziel, die Verklebung der Folie zu verbessern. Durch ein festen Andrücken der Folie wurde dies verstärkt.  Es sollten keine Luftblasen unter der Folie entstehen.

Magnete:
Das Verkleben der Magnete erfolgte mit herkömmlichem Holzleim. Lassen Sie den Leim komplett aushärten. Nun kann die Funktion der eingeklebten Magnete getestet werden. Die Magnete könnten an der Eisenfolie haften bleiben und aus der Mauer herausgezogen werden.

Ein erstaunliches und einzigartiges Projekt!

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