Magnetisches Messerbrett
Individuell und Unikat; Magnetische Messerleisten selbst gebaut.
Magnetisches Messerbrett
Verwendete Magnete:
- Scheibenmagnet Ø 20,0 x 3,0 mm N45 Nickel - hält 4,1 kg - 55 Stk.
- Scheibenmagnet Ø 20,0 x 5,0 mm N42 Nickel - hält 6,1 kg - 5 Stk.
Verwendetes Material:
- Akazienholzbrett 800 mm x 300 mm x 18 mm aus dem Baumarkt
- Bio-Hartöl vom Holzfachhandel
- Forstner Bohrer aus dem Durchmesser 20 mm
- Sekundenkleber oder Alleskleber aus dem Baumarkt
An fast alle meiner Messer habe ich mit viel Mühe neue Holzgriffe gemacht und auch einige sehr teure Messer neu gekauft. Ich wollte mir dazu eine schöne Messerschiene bauen. Das ist nicht unbedingt günstiger als eine gekaufte Magnetschiene, aber individueller.
Ich habe 17 Messer und brauchte eine lange Schiene.
Ein Brett Akazienholz habe ich mir aus dem Baumarkt besorgt. Das Brett habe ich in Form einer halben Cognac-Flasche ausgesägt, zu den Messerlängen, abgeschliffen und mit Bio-Hartöl behandelt.
Damit die Messer am Brett wirklich halten, brauchte ich die Magnete. Ich habe mich für kreisrunde Scheibenmagnete entschieden. Es war für mich am einfachsten mit einer Bohrmaschine Löcher zu bohren. Dort sollten die Magnete hineinpassen. Für die großen schweren Messer habe ich an oberster Stelle die stärksten Magnete benutzt.
Scheibenmagnete

Das abgesägte Restholz habe ich für Testbohrungen benutzt. Für diesen Zweck habe ich einen günstigen Forstner Bohrer (Durchmesser 20 mm) der unteren Preisklasse gekauft.
Der Forstner Bohrer hat mit Spitze eine Höhe von 15 mm. Damit die Magnete möglichst tief in das Holz passen und ihre Anziehung durch das Holz noch wirksam bleibt, habe ich so tiefgebohrt, dass zwischen der Forstner Bohrer-Führungsspitze und der Außenseite des Brettes nur noch 1 mm Holz blieben. Das sollte man dringend vorher üben, damit man den Bogen herausbekommt und das Holz nicht durchbohrt.
Forstner Bohrer


So habe ich zwei Testbohrungen im Restholz gemacht und ausprobiert, ob der Magnet ein Messer hält. Dabei stellte ich fest, dass es beim Bohren Ausrisse gab. So blieb ich bei meiner ersten Entscheidung lieber tiefe Bohrungen von hintenanzusetzen, anstatt die Magnete vorne einzubringen. Ein Bohren mit einer Standbohrmaschine war nicht nötig, da die Magnete ihre Kraft auch entfalten, wenn sie nicht hundertprozentig gerade im Holz sitzen.

Zuerst habe ich einige Magnete mit Epoxitharzkleber eingeklebt. Das ergab aber eine blöde Sauerei und der Kleber war schnell verbraucht. Für das weitere Einkleben habe ich mich für Sekundenkleber entschieden. (Bitte Gummihandschuhe anziehen). Das ging sauberer vonstatten, aber der Kleber verbrauchte sich auch schnell. Die restlichen Magnete habe ich mit Alleskleber eingesetzt. Das würde ich jetzt von Anfang an so machen.
Beim Einkleben der Magnete ist es mir auch passiert, dass sich ein bereitgelegter Magnet zu einem schon eingeklebten anderen Magneten gesprungen ist. Den habe ich nicht mehr herausbekommen. Also sollte man die Magnete nicht nebeneinander aufreihen, sondern einzeln einkleben.

Im weiteren Verlauf stellte ich fest, dass es sinnvoll ist für die kleineren Messer je zwei Magnete zu verwenden und für die großen je drei oder gar vier. Dadurch bleiben die Messer schön in Reih und Glied und drehen sich nicht zur Seite weg. Für die Haltekraft der Messer an dem Brett habe ich genau die richtige Größe gewählt. Es ist zu bedenken, dass zwischen bei 1 mm Restholz bis zur Spitze des Bohrers verbleiben aber 4 mm Holz bis zum Magneten. So war die Wahl dieser starken Magnete die richtige Entscheidung.
Auf das zusätzliche Eintreiben von Holzquerplättchen habe ich verzichtet um die bruchempfindlichen Magnete nicht zu zerstören. Dies war auch nicht nötig. Die Kleber halten die Magnete fest in der Bohrung.
Auf Einhängeösen am Brett habe ich verzichtet und dafür das schwere Brett lieber direkt mit Schrauben in die schon vorhandenen Dübel der vorherigen Schienen sicher angeschraubt.
Die Messer sind nach unten aufgehängt, damit eventuelle Feuchtigkeit nach unten abtropfen kann. Außerdem bietet der Kropf der Messer auf der Holzkante einen zusätzlichen Halt.