Magnetische Tankhilfe für AdBlue

Heute erreichte uns eine etwas andere aber für unseren Kunden, eine sehr rentable Anwendung; die magnetische Tankhilfe für AdBlue.

Ich benötige auf meinem landwirtschaftlichen Betrieb im Jahr ca. 150 Liter AdBlue für meinen Traktor.
(Kurzer Exkurs: die SCR-Abgastechnologie für Dieselmotoren gibt es wie in LKW und PKW auch in Traktoren – dort schon seit rund zehn Jahren.)

Ein eigenes 200 Liter Fass samt spezieller Pumpe dafür ist mir zu teuer und aufwändig (für den Diesel habe ich eine eigene Hoftankstelle).
Daher habe ich das AdBlue anfangs in 10 Liter Kanistern gekauft, bei denen der Literpreis jedoch nicht günstig ist
(Aktionspreise zwischen 1,00 und 1,50 €/l – es geht aber auch deutlich teurer!).

An der nächsten Tankstelle mit AdBlue-Zapfstelle für LKW kostet diese Harnstofflösung günstige 0,49 €/l.
Die Tankstelle ist allerdings 5 km entfernt, was mir für ein regelmäßiges Tanken des Traktors etwas zu weit entfernt, also zu zeitaufwändig ist.

Weil sich über die Jahre Unmengen an leeren 10 Liter AdBlue-Kanistern ansammeln würden, kam ich auf die Idee, das AdBlue mit diesen Kanistern von der Tankstelle nach Hause zu holen.

 

Beim ersten Tankversuch kam jedoch die Ernüchterung:

Die Zapfpistole schaltete ständig ab, das Abfüllen war nur äußerst langsam und mit viel Gefühl möglich.

Den Grund dafür recherchierte ich im Internet:
In den blau gefärbten Einfüllstutzen der AdBlue-Tanks der meisten Fahrzeuge (zumindest in den LKW und Traktoren; in PKW weiß ich es nicht) ist ein Magnet eingebaut, der die Zapfpistole für einen ungehinderten Durchfluss „freischaltet“ (ich weiß nicht, ob das an allen Tankstellen der Fall ist, zumindest an meiner ist es so).
Beim Abfüllen in gewöhnliche Kunststoff-Kanister fehlt dieser Magnet natürlich, was mein Problem eben verursachte.
Im Zuge dieser Internet-Recherche stieß ich auf Adapter, die man über das vordere Ende der AdBlue-Zapfpistole schiebt.
Im Adapter ist ein Magnet eingebaut, der der Zapfpistole einen AdBlue-Tankstutzen „vortäuscht“ und diese somit freigibt.
Ein solcher Adapter sollte im Internet mindestens 25 € kosten, was mir als alten Sparfuchs ebenfalls zu teuer war (sich aber dennoch über den günstigen AdBlue-Tankstellenpreis schnell rentieren würde – siehe Berechnung ganz unten).

 

So kam ich schließlich auf die Idee, einen Ringmagneten zu besorgen, der wie dieser Adapter funktionieren sollte:

 

Vorne über die Zapfpistole gestülpt, sollte er diese freischalten.
Geworden ist es ein Ferrit-Ringmagnet mit diesen Abmessungen: 40,0 mm Außendurchmesser x 20,0 mm Innendurchmesser x 10,0 mm Höhe.
(für rund 0,50 € im Magnet-Shop)
Wichtig ist natürlich vor allem der Innendurchmesser, denn AdBlue-Einfüllstutzen sind laut ADAC 19,75 mm groß im Durchmesser.
Außendurchmesser und Höhe des Magneten sind vermutlich weniger wichtig.

Gespannt war ich auf den ersten Tankversuch mit dem Magneten.
Einfach über das vordere Drittel der Zapfpistole geschoben und siehe da:
Das Abfüllen funktionierte ohne Probleme, die Pistole gab eine ordentliche Durchflussmenge frei!
Meine 10 Liter Kanister waren rasch gefüllt.

 

Magnetische Tankhilfe für AdBlue

Einzige kleine Einschränkung:
Man muss die richtige Stelle für den Magneten finden und ihn dort mit der zweiten Hand halten, damit er nicht im Kanister verschwindet
– der Magnet bleibt leider nicht an der Zapfpistole „haften“.
Die richtige Stelle ist jedoch gut bemerkbar durch ein leichtes Klacken in der Zapfpistole – wenn der Mechanismus im Inneren den Magneten erkennt.

Fazit:
Seitdem ich den Magneten gekauft habe, kann ich meinen Traktor (und meine inzwischen angeschaffte VW T6-Pritsche, die ebenfalls AdBlue benötigt) bequem zuhause mit günstigem AdBlue betanken.

Während ich bei meinem Jahresverbrauch von rund 150 Liter AdBlue und einem Preis von (eh schon „günstigen“) 1 €/l bisher rund 150 €/Jahr ausgeben musste, sind es jetzt bei einem Literpreis von 0,49 € nur mehr rund 75 €, also die Hälfte.

Der Magnet für 0,50 € (ohne Versandkosten) spart mir also rund 75 € im Jahr.

 

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